Schön, dass du da bist. Wir liefern gratis ab 35€

Alles über Silikone

Geposted von Franka P. am

 

In der konventionellen Kosmetik kommt mittlerweile kaum ein Produkt ohne Silikone aus. Was Silikone sind, welche Vor- und Nachteile sie haben und warum sie gerade von der Massenkosmetik gerne genutzt werden, erfahrt ihr hier.

Was sind Silikone?

Silikone sind synthetisch hergestellte Polymere, die aus Erdöl gewonnen werden. Sie werden nicht nur in der Kosmetik verwendet sondern auch für Fugenabdichtungen oder Möbelpolituren.

Silikone bestehen aus so großen Molekülen, dass sie nicht in die Haut eindringen. Stattdessen legen sie sich wie ein Film auf die Haut und bilden eine wasserabweisende Schicht. Dies ist die interessante Eigenschaft von Silikonen: Sie legen sich auf die Haut, versiegeln die Haut und schließen damit die Feuchtigkeit unter der Haut ein. Damit schützen Sie die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und geben ein sofortiges gepflegtes seidiges Hautgefühl. Ihr kennt vielleicht dieses Aha-Erlebnis, wenn ihr ein Produkt zum ersten Mal verwendet? Grund dafür ist tatsächlich das Silikon in dem Produkt.

 

Jedoch stehen Silikone seit einiger Zeit in der Kritik aufgrund von erheblichen Nachteile:

1.Umwelt: Silikone werden mit chloriertem Kohlenwasserstoff (welcher umweltschädigend ist) hergestellt. Außerdem sind sie biologisch nicht abbaubar.

2.Aufquellung der obersten Hautschicht: Durch den dauerhaft okklusiven (aufliegenden) Effekt von Silikonen quillt die oberste Hautschicht auf. Dauerhaft kann dies zu einer verminderten Regeneration der Haut und zu einem veränderten Hautmilieu führen.

3.Keinerlei echte Pflegeeffekte: Silikone können nicht verstoffwechselt werden, sondern liegen einfach nur auf und geben der Haut nichts, was sie benötigt. Keine Vitamine, keine Mineralstoffe,..nichts.

4. Die meisten Silikone sind nur mit scharfen Tensiden entfernbar: Da hauptsächlich wasserunlösliche Silikone verwendet werden, kommt es zu einem Teufelskreis aus Reinigung und Pflege–  wir benötigen ein aggressives Tensid, um die Haut rückstandslos von Silikonresten zu befreien. Starke Tenside trocknen die Haut wiederum aus, wo vor wir sie durch die Verwendung von Silikonen eigentlich schützen wollten. Da fragt man sich, ob diese Routine für die Haut so sinnvoll ist?

5. Behindern Stoffwechselprozesse: Die oberste Hautschicht ist entgegen vieler Meinungen nicht tot. Auf ihr finden Stoffwechselprozesse statt. Silikone behindern diese und hemmen die natürliche Funktionsweise der Haut. Das liegt daran, dass die Hautflora mit ihrem natürlichen, sauren pH-Wert und die epidermale Fettsäure-Synthese verändert wird.

 

Dennoch nutzt die die konventionelle Kosmetikindustrie besonders gerne Silikone in der Hautpflege. Zum einen durch diesen Sofort-Effekt von samtiger weicher Haut und vor allem aber weil es praktisch und billig ist:

 

  1. Der Preis: Silikone sind extrem günstig und ersetzen in Pflegeprodukten vor allem echte Öle – im Vergleich zu hochwertigen, pflanzlichen Ölen sind Silikone geradezu lächerlich billig. Das gesamte Produkt wird (je nachdem wieviel Silikon verwendet wird) so deutlich profitabler für den Hersteller.
  2. Einfache Verarbeitung: Silikone sind vergleichsweise einfach zu verarbeiten: sie vertragen hohe Temperaturen und sind fast unzerstörbar. Als Hersteller kann man so kaum etwas falsch machen.
  3. Stabilität: Silikone in Kosmetik oxidieren nicht wie natürliche Öle. Sie werden so weniger ranzig, sind lange haltbar und sorgen dafür, dass auch das Produkt länger stabil bleibt.
  4. Haltbarkeit: Sehr lange Haltbarkeit ist schon bei Lebensmitteln schlecht und genauso ist es bei Kosmetikprodukten. Für den Hersteller ist das aber toll: denn so kann er den Rohstoff nicht nur lange einsetzten, sondern auch die Produkte sind länger haltbar und können so besser verkauft werden.
  5. Sehr gute Verträglichkeit: Allergien oder Unverträglichkeiten gegen Silikon sind kaum bekannt und somit sind Silikon für die breite Masse anwendbar.

 

Was ihr noch über Silikone wissen müsst:

Silikone in Kosmetikprodukten enden in der INCI-Liste meist auf „-one“ oder „-ane“. Die häufigsten Silikone sind Dimethicone, Methicone, Polysiloxane oder Cyclomethicone.

Je weiter vorne der Inhaltsstoff in der INCI-Liste erscheint, desto mehr wurde hier prozentual verwendet.

Tatsächlich war es u.a. dieses Wissen über Silikone, das mich zur Naturkosmetik gebracht hat. Gerade teure Cremes und Seren sind oft vollgepackt mit Silikonen, wenn man sich die INCI Listen mal genauer anschaut. Der Kosmetikmarkt ist übersät mit genau solchen Produkten. Silikone unterstützen aber in keinster Weise den natürlichen Stoffwechselvorgang oder pflegen die Haut. Das einzige, was Silikone wirklich können, ist die Filmbildung welches verbindet, dass Feuchtigkeit aus der Haut verdunstet. Diesen Effekt kann man aber genauso gut mit natürlichen Ölen erreichen und gleichzeitig liefern Öle der Haut echte und tolle Wirkstoffe: Fettsäuren, Mineralien, Vitamine...

Schaut doch mal auf eure konventionelle Kosmetik und betrachtet kritisch, was in dem Produkt befindet. Es lohnt sich genauer hinzusehen. 

 

 

← Älterer Post Neuerer Post →